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Kosten

Wärmepumpe Kosten 2026: Anschaffung, Einbau und Betrieb

Ein Einfamilienhaus rüstet 2026 typischerweise für 27.000 bis 45.000 Euro auf eine Wärmepumpe um. Nach KfW-Förderung bleibt oft ein Eigenanteil von 12.000 bis 25.000 Euro. Hier finden Sie alle Kostenpositionen, drei Beispielrechnungen und einen Kostenrechner.

Aktualisiert: Juli 2026Lesezeit: 11 minAutor: GrünesUpgrade Redaktion
Anschaffung + Einbau
27.000 – 45.000 €
Nach Förderung
12.000 – 25.000 €
Laufend p. a.
900 – 1.600 €

Typische Preisbereiche nach Wärmepumpenart

BauartGerätEinbau & NebenarbeitenGesamt
Luft-Wasser (Split oder Monoblock)10.000 – 18.000 €10.000 – 18.000 €20.000 – 36.000 €
Sole-Wasser mit Erdsonde13.000 – 22.000 €15.000 – 25.000 €28.000 – 47.000 €
Sole-Wasser mit Flächenkollektor13.000 – 20.000 €9.000 – 16.000 €22.000 – 36.000 €
Wasser-Wasser mit Brunnen14.000 – 22.000 €12.000 – 22.000 €26.000 – 44.000 €
Hybrid (WP + Gas-Brennwert)9.000 – 15.000 €8.000 – 14.000 €17.000 – 29.000 €

Was in einem seriösen Angebot enthalten sein muss

PositionTypische Kosten
Wärmepumpengerät inkl. Regelung10.000 – 22.000 €
Installation und Montage3.500 – 7.000 €
Planung, Heizlastberechnung, hydraulischer Abgleich (Verf. B)800 – 2.500 €
Erdarbeiten oder Bohrung (nur Sole/Wasser)6.000 – 15.000 €
Elektroanschluss, Zählerschrank, Wärmestromtarif1.200 – 3.500 €
Anpassung Heizkörper / Fußbodenheizung0 – 6.000 €
Puffer- und Warmwasserspeicher1.500 – 3.500 €
Demontage und Entsorgung der Altheizung800 – 2.500 €
Inbetriebnahme, Einweisung, Protokoll400 – 900 €

Kostenrechner

Unverbindliche Investitionsspanne
22.500 €30.500 €

Annahmen: durchschnittlicher Marktpreis 2026, Standard-Ausstattung, ohne PV-Kopplung, vor KfW-Zuschuss.

Ersetzt kein konkretes Angebot. Regionale Preise, Denkmalschutz, Erschließung und Ausstattungswünsche können deutlich abweichen.

Kosten nach Förderung

Die KfW fördert Wärmepumpen mit 30 bis 70 Prozent, gedeckelt auf 30.000 Euro förderfähige Kosten im Einfamilienhaus. Der maximale Zuschuss beträgt 21.000 Euro. Details zu Boni und Antrag im Ratgeber zur KfW-Förderung.

Drei Beispielrechnungen

GebäudeWärmepumpeBruttoFörderungEigenanteil
Modernes EFH (140 m², 2015)Luft-Wasser R29028.500 €–14.250 € (50 %)14.250 €
Durchschnittlicher Altbau (150 m², 1985)Luft-Wasser + Heizkörpertausch36.000 €–15.000 € (50 %, gedeckelt)21.000 €
Sanierungsbedürftiger Altbau (180 m², 1965)Sole-Wasser Erdsonde + Sanierung44.000 €–21.000 € (70 %, gedeckelt)23.000 €

Laufende Kosten: Strom, Wartung, Betrieb

  • Strom: Wärmebedarf ÷ JAZ × Strompreis. Bei 15.000 kWh Bedarf, JAZ 3,5 und 26 ct/kWh Wärmestromtarif = ca. 1.120 € pro Jahr.
  • Wartung: 150 – 300 € pro Jahr für Vertragswartung, Kältemittelprüfung und Filterwechsel.
  • Rücklagen: 100 – 200 € pro Jahr für Verschleißteile (Umwälzpumpen, Sensoren).
  • Zähler / Grundgebühr: 100 – 180 € pro Jahr Wärmestromzähler.

Was Effizienz und Kosten bestimmt

  • Jahresarbeitszahl (JAZ): Je höher, desto weniger Strom. Ziel: mindestens 3,5, im Neubau 4,0+.
  • Vorlauftemperatur: Jedes Grad weniger spart 2 – 3 % Stromkosten. Ziel: unter 45 °C für Neubau, unter 55 °C im Altbau.
  • Strompreis: Wärmestromtarife liegen 2026 zwischen 22 und 30 ct/kWh, deutlich unter Haushaltsstrom.
  • Kombination mit PV: Eigenverbrauch senkt die effektiven Stromkosten um 5 – 15 %.

Wärmepumpe vs. neue Gasheizung: 15-Jahres-Vergleich

PositionWärmepumpeGas-Brennwert
Investition (nach Förderung)18.000 €12.000 €
Energiekosten 15 Jahre (Ø 1.400 vs. 2.400 €)21.000 €36.000 €
CO2-Preis 15 Jahre0 €ca. 4.500 €
Wartung 15 Jahre3.300 €3.000 €
Schornstein, TÜV, GEG-Konformität0 €1.500 €+
Summeca. 42.300 €ca. 57.000 €

Annahmen: 15.000 kWh Wärmebedarf, JAZ 3,5, Wärmestrompreis 26 ct/kWh, Gaspreis 12 ct/kWh, CO2-Preis-Pfad nach BEHG.

Checkliste zur Prüfung eines Wärmepumpen-Angebots

  • ☐ Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 enthalten
  • ☐ Hydraulischer Abgleich Verfahren B ausgewiesen
  • ☐ Vorlauftemperatur bei Norm-Außentemperatur angegeben
  • ☐ Jahresarbeitszahl der Anlage prognostiziert
  • ☐ Wärmepumpe steht auf BAFA-Liste
  • ☐ Elektroertüchtigung Zählerschrank enthalten
  • ☐ Demontage und Entsorgung Altheizung enthalten
  • ☐ Inbetriebnahmeprotokoll, Einweisung, Wartungsangebot
  • ☐ Schallgutachten oder mindestens Schallberechnung Nachbarschaft
  • ☐ Fördermittelservice inklusive oder klarer Hinweis auf Eigenantrag

Häufige Fragen

Was kostet eine Wärmepumpe komplett mit Einbau 2026?
Für ein Einfamilienhaus liegen die Gesamtkosten inklusive Einbau typischerweise zwischen 27.000 und 45.000 Euro. Nach Förderung reduziert sich der Eigenanteil oft auf 12.000 bis 25.000 Euro.
Welche Wärmepumpe ist am günstigsten?
Luft-Wasser-Wärmepumpen sind mit 27.000 bis 40.000 Euro die günstigste Bauart, weil keine Erdarbeiten anfallen. Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen kosten mehr, arbeiten aber effizienter.
Wie hoch sind die laufenden Stromkosten?
Ein Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Wärmebedarf und einer Jahresarbeitszahl von 3,5 verbraucht rund 4.300 kWh Strom. Bei einem Wärmepumpentarif von 26 ct/kWh sind das etwa 1.120 Euro pro Jahr.
Was ist die Jahresarbeitszahl?
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt, wie viel Wärme die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt. Eine JAZ von 4 bedeutet: 1 kWh Strom ergibt 4 kWh Wärme. Werte ab 3,0 sind wirtschaftlich, ab 3,8 sehr gut.
Sind Wartungskosten hoch?
Ein Wartungsvertrag kostet 150 bis 300 Euro pro Jahr. Zusätzlich sollten Sie 100 bis 200 Euro für Verschleißteile über zehn Jahre einplanen.
Lohnt sich eine Wärmepumpe im Vergleich zur Gasheizung?
Über 15 Jahre gerechnet ist eine Wärmepumpe bei einem Wärmebedarf ab 12.000 kWh und einer JAZ ab 3,3 in fast allen Fällen günstiger als eine neue Gasheizung, auch wenn die Investition höher ist. CO2-Bepreisung und steigende Gaspreise verstärken den Vorteil.
Welche Positionen fehlen häufig in Angeboten?
Häufig fehlen: hydraulischer Abgleich nach Verfahren B, Elektroertüchtigung des Zählerschranks, Anpassung einzelner Heizkörper, Demontage und Entsorgung der Altheizung sowie Inbetriebnahmeprotokoll und Einweisung.
Kann ich eine Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung betreiben?
Ja, wenn die Heizkörper ausreichend dimensioniert sind und die Vorlauftemperatur unter 55 Grad bleibt. Im Zweifel hilft ein Vorlauftemperatur-Test bei der Bestandsheizung.

Quellen und Stand

  • KfW-Programm 458 (BEG-EM), Merkblatt, Stand Juli 2026
  • BDEW-Strompreisanalyse und Preisvergleich Wärmestromtarife 2026
  • Verbraucherzentrale NRW: Kostenübersichten Wärmepumpen 2026

Aktualisiert: Juli 2026. Alle Angaben sind Richtwerte, verbindlich sind ausschließlich schriftliche Angebote geprüfter Fachbetriebe.

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